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Tamaki Watanabe & Walter Zurborg

Kinetische Klanginstallation im Eiskeller | Lessingfestival 2018

Der 300 Quadratmeter große und bis zu fünf Meter hohe Eiskeller, der seit 1886 der dort ansässigen Germania-Brauerei zur Lagerung des aus der Oker gewonnenen Eises diente, wird zum Ausstellungsort. Im Rahmen des Festivals wird das Künstlerduo Tamaki Watanabe & Walter Zurborg eine Licht- und Klanginstallation entwickeln und den Ort mit seinem interessanten Raumgefüge als besonderen physischen Bestandteil der Installation einbeziehen.

Grundlage ist eine kybernetische Vorgehensweise. Formal bestehen die Arbeiten aus technischen Vorrichtungen unterschiedlicher Funktionsweisen, die mithilfe digitaler Zufallsoperationen gesteuert werden, und die mit Impulsen, Resonanzen und Transformationsprozessen operieren.

Jürgen Fitschen schreibt in einem Text über das Künstlerduo, dass die Implikationen ihrer Arbeit sich bestens als künstlerische Metaphern beispielsweise für »Zufall und freier Wille« eignen. Sie verhandeln – so Fitschen – unter anderem mit ihren Sound- und Lichtarbeiten Fragen, ob eine Welt ohne Zufall keinen freien Willen kennt und wie frei ein Wille überhaupt sein kann.

Tamaki Watanabe und Walter Zurborg (Jahrgang 1974 und 1980) haben Klangkunst und Bildhauerei in Hannover und an der HBK Braunschweig u.a. bei Prof. Thomas Virnich, Prof. Raimund Kummer und Prof. Ulrich Eller studiert. Beide schlossen ihr Studium als Meisterschüler bei Ulrich Eller ab. Die Künstler leben heute in Marienau im Landkreis Lüneburg.

Ausstellungsdauer: 9. bis 27. Mai 2018
Mo bis Fr 16 bis 19 Uhr und Sa und So 11 bis 17 Uhr
sowie nach Vereinbarung

Künstlergespräch am Sonntag, den 27. Mai 2018, 11.30 Uhr im Eiskeller

Foto: Reimer Hinrichs