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Peter Akwabi & Boda Boda (Kenia)

Benga Blues aus der goldenen Zeit Ostafrikas | Weltmusik-Konzertreihe »Klangkosmos«

Peter Akwabi gehört zur alten Gitarrenschule Ostafrikas, die von der Rumba oder auch Soukous inspiriert wurde. Sein Stil beinhaltet komplizierte Griffe auf der Gitarre, die mit Daumen und Zeigefinger, Rhythmus und Melodie zur gleichen Zeit spielen. Geboren in Khwisero, wuchs er mit populären Omutibo-Beats – Rhythmen, die von einem traditionellen Tanz der Luhya-Gemeinschaft inspiriert wurden – auf. Akwabi singt mit getragener Stimme über Geschichten, die in den frühen Jahren der kenianischen Volksmusik populär waren.

Benga ist einer der bedeutendsten populären Musikstile Kenias, der sich in den 1950er- bis 1970er-Jahren im ganzen Land überzeugend durchsetzte. Auch über Grenzen hinweg führte der Kontakt und Austausch mit tansanischen und kongolesischen Musikern zu einer großen
musikalischen Vielfalt. Diese Kultur des Austauschs ist auch heute noch ein wichtiger Teil im Herzen der zeitgenössischen kenianischen Identität. Benga-Musik ist bis heute eng mit dem kulturellen Gedächtnis Ostafrikas verbunden.

Das Trio »Peter Akwabi & Boda Boda« widmet sich vor allem neuen Interpretationen traditioneller Benga-Musik. Der Begriff Boda Boda stammt von den Taxi-Fahrrädern oder Taxi-Mopeds, die in Kenia fahren und kommt von dem englischen »Border« (Grenze). Die beiden jungen Musiker David ‚Mobb‘ Otieno und Idd Aziz verleihen in diesem akustischen Trio-Projekt dem außerordentlichen Repertoireschatz und den Erfahrungen des Altmeisters Peter Akwabi neue Dynamik, indem sie geographische und künstlerische Grenzen mit neuer Kraft überschreiten.

www.klangkosmos-nrw.de

Besetzung: Peter Akwabi (Rhythmus-Gitarre, Lead-Gesang), Idd Aziz (Perkussion, Oporo, Gesang), David 'Mobb' Otieno (Lead-Gitarre, Bass, Gesang)