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Das Zentrum für politische Schönheit

Ein Vortrag von Cesy Leonard über die provokantesten Aktionskünstler*innen der Republik

Das »Zentrum für politische Schönheit« fragt nicht nur nach Verantwortung, sondern nutzt die Freiheit und die Verantwortung direkt und radikal auf die Folgen unseres Tuns bzw. Nichtstuns hinzuweisen. Mit aufmerksamkeitserregender Aktionskunst schafft es das Kollektiv – bestehend aus etwa 70 Künstler*innen – Fragen nach Moral und Menschenrechten mit nachhaltigen Bildern zu verbinden. In ihrer Aktion »Die Toten kommen« haben sie 2015 beispielsweise Leichen von Flüchtlingen exhumiert, um ihnen eine würdevolle Bestattung in Berlin zu ermöglichen. Was für den einen als pietätlos und krass gilt, sehen andere als kraftvolles Zeichen gegen die Gleichgültigkeit Europas.

Das Zentrum versteht sich als »eine Sturmtruppe zur Errichtung moralischer Schönheit, politischer Poesie und menschlicher Großgesinntheit. Es setzt auf Menschlichkeit als Waffe, entfacht einen aggressiven Humanismus und experimentiert mit den Gesetzen der Wirklichkeit. Widerstand ist eine Kunst, die weh tun, reizen und verstören kann.«

Eine Veranstaltung des Kunstvereines Wolfenbüttel e.V.

Foto: Patryk Witt